«Blind» bewerben

Wenn man sich für bestimmte Firmen interessiert, kann man sich auch „blind“ bewerben. Das heisst, dass man seine Bewerbung an eine Firma sendet, obwohl keine Stelle ausgeschrieben ist. Man nennt das heute auch „Initiativ-Bewerbung“. Viele Personalverantwortliche sammeln diese Bewerbungen. Wenn eine Stelle frei wird, studieren sie zuerst diese Bewerbungsmappen.

 

Schriftliche Bewerbung

Eine schriftliche Bewerbung umfasst in der Regel folgende Unterlagen:

  • Brief: Er  erklärt, warum Sie sich genau für diese Stelle interessieren.
  • Lebenslauf: Er gibt den Arbeitgebenden Informationen über Ihre persönlichen Verhältnisse, Ausbildungen, Berufserfahrungen und Sprachkenntnisse.
  • Anhang: Er enthält Kopien von früheren Arbeitszeugnissen, Diplomen, Praktikabestätigungen oder Weiterbildungsausweisen (niemals die Originale verschicken!).

Ein Foto ist freiwillig, wenn nichts Weiteres im Inserat erwähnt wird. In der Regel werden alle Dokumente am Computer ausgedruckt. Viele Firmen legen Wert darauf, dass die Bewerbung in ein Dossier (Plastikmäppchen oder Kartonmappe) gelegt wird, bevor Sie es in ein grosses Couvert stecken und per A-Post abschicken oder gleich selber vorbeibringen. Heutzutage bevorzugen viele ArbeitgeberInnen die Zustellung der Bewerbungsunterlagen per Mail oder Online-Formular auf der Website. Die Informationen zur gewünschten Zustellung finden sich üblicherweise im Stelleninserat.

Es lohnt sich, sich von Beratungsstellen, Hilfswerken oder im Kollegenkreis beraten zu lassen. Auch auf dem Internet finden Sie gute Tipps, zum Beispiel bei: www.berufsberatung.ch.

 

Vorstellungsgespräch

Vorstellungsgespräche laufen sehr unterschiedlich ab; das ist abhängig von den Arbeitgebenden, von den Anforderungen an die Stelle – aber natürlich auch von Ihnen.

Sie können sich auf diese Themen vorbereiten:

  • Besuchte Schulen, Berufserfahrungen
  • Besonderheiten in Ihrem Lebenslauf (abgebrochene Ausbildungen, Beschäftigungspausen, häufige Stellenwechsel)
  • Gründe für Stellenwechsel
  • Besondere Fähigkeiten, Stärken und Schwächen
  • Berufliche Ziele und Zukunftsvorstellungen
  • Interessen und Pläne für Weiterbildungen
  • Besondere Leistungen und Erfolge an der letzten Stelle
  • Teamfähigkeit
  • Ihre Erwartungen an die neue Stelle, an Vorgesetzte und Arbeitskolleginnen und -kollegen
  • Spezielle Eigenschaften, die Sie für diese Stelle mitbringen (Warum soll der Arbeitgeber gerade Sie auswählen?)

Nicht in ein Bewerbungsgespräch gehören folgende Fragen:

  • Vereinszugehörigkeiten
  • politische Überzeugung
  • Religion (ausser es spielt bei der Stelle eine Rolle, also in einer Kirche, einer Partei, etc.)
  • Zivilstand
  • Familiensituation
  • Mögliche Schwangerschaft bei Frauen

Weitere Informationen finden Sie im Buch „Arbeitsrecht – Vom Vertrag bis zur Kündigung“ von Irmtraut Bräunlich-Keller (Beobachter-Buchverlag).